Neues von der GFB

Neue Wege gehen – modern, barrierefrei, bezahlbar GFB nimmt inklusive Servicewohnanlage in Betrieb

Am Vormittag des 30.01.2026 lud die GFB gGmbH zu einer kleinen Feierstunde in ihre Geschäftsstelle ein. Anlass war die Inbetriebnahme der neuen Wohnanlage Auf dem Gleichen - inklusives Servicewohnen. Geladen waren u. a. Vertreter der Verbandsgemeinde und der Stadt Hachenburg, die späteren Mieter sowie Vertreter der Else-Schütz-Stiftung ohne deren Unterstützung diese Wohnanlage nicht gebaut hätte werden können. Entstanden sind insgesamt 9 Appartements, die nun in Hachenburg den dringend benötigten barrierefreien Sozialwohnraum bieten. Zudem gibt es für die Mieter die Möglichkeit, sich für kleines Geld Serviceleistungen wie ein warmes Mittagessen oder kleine handwerkliche Arbeiten über die GFB hinzuzubuchen. Somit bleibt eigenständiges Wohnen möglich, auch wenn man in einzelnen Bereichen auf Unterstützung angewiesen ist.

Mario Habrecht, Geschäftsführer der GFB, begrüßte die Gäste, zog Bilanz zum Baufortschritt und hob hervor, dass das ambitionierte Ziel von einem Jahr Bauzeit erreicht werden konnte. Er verwies auf derzeitig häufig zu lesende politische Äußerungen zur Kostensteigerung der Eingliederungshilfeleistung und kritisierte, dass in solchen Beiträgen fast nie darauf eingegangen würde, woher die Kostensteigerungen kommen und dass diese zum größten Teil erklärbar und auch notwendig seien. Verbale „Angriffe“ auf den Sozialstaat seien leider salonfähig geworden, dabei wären die Kostensteigerungen durch aussagekräftige Sozialplanungen der Kommunen auch vorhersehbar. Der Sozialstaat sei das Herz der Demokratie und daher besonders schützenswert!

Dank galt Jurek Weber für die kompetente Projektleitung sowie der Else-Schütz-Stiftung für deren großzügige Unterstützung, ohne diese das Projekt nicht umsetzbar gewesen wäre.

Jurek Weber berichtete über den Bau, der besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legt: Photovoltaik-Anlagen und eine Wärmepumpe sorgen für eine energieeffiziente Versorgung. Der Neubau in Holzbauweise fügt sich harmonisch in den modernisierten Bestandsbau von 1978 ein und umfasst rund 500 Quadratmeter Wohnfläche. Dank ging an Architekt Peter Frensch für die konstruktive Zusammenarbeit.

Gabriele Greis, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde, würdigte die Bedeutung des Projekts für soziale Teilhabe: „Diese Wohnanlage zeigt, wie zeitgemäßes Wohnen aussehen kann, wenn soziale Verantwortung, Wirtschaftlichkeit und bauliche Qualität zusammen gedacht werden. Hier wird ein Umfeld geschaffen, das Eigenständigkeit stärkt und Unterstützung dort ermöglicht, wo sie benötigt wird.“

Stefan Leukel, Stadtbürgermeister, würdigte das Engagement der GFB und die stets rasante Umsetzung von solchen wegweisenden Projekten durch die GFB. Es sei beeindruckend, in welch kurzer Zeit Großprojekte zum Wohle benachteiligter Bürgerinnen und Bürger realisiert würden.

Er bedankte sich bei der GFB sowie bei Mario Habrecht für das Voranbringen der Themen Inklusion, Barrierefreiheit und gleichberechtigter Teilhabe in Stadt und Kommunalpolitik.

Dr. Johann Christian Meier von der Else-Schütz-Stiftung hob die Kompetenz der GFB als verlässlichen Partner hervor. Die Stiftung habe von Anfang an Vertrauen gehabt, dass fachkundige Umsetzung erfolgt – besonders relevant bei Großprojekten mit siebenstelligen Zuwendungen. Dass der Bezug nach nur einem Jahr Bauzeit gefeiert werden könne und die Mehrkosten im vorgesehenen Rahmen blieben, bestätige diese Einschätzung.

Winfried W. Weber, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender des Vereins für Behindertenarbeit e. V., würdigte die konzeptionelle Erweiterung des Angebotsportfolios der GFB durch die neue Wohnanlage.

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